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 WLAN TX-/RX-Begrenzung hinter mehreren Routern
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stefanbunzel



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
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Wohnort: Jauernick-Buschbach bei Görlitz

BeitragVerfasst am: Mo 21 Jun, 2010 09:01 Antworten mit ZitatNach oben

Hallo LANCOMer,

in meinen weit verzweigten WLAN-Netzen nutze ich für WLAN-Clients die TX- und RX-Bandbreitenbegrenzung der Stationstabelle um jedem WLAN-Client einen individuellen "Tarif" zuzuordnen. Funktioniert im Prinzip auch sehr gut und zuverlässig.

Zum Aufbau meiner Netze: DSL-Gateway --- Linux-Firewall (Router) --- L-54dual als 1. P2P ---(5 km WLAN)--- L-54dual ---(1...3 km WLAN)--- L-54dual als 2 P2P usw. (alle Geräte immer als Router!).
Zum Teil habe ich so Ketten von bis zu 8 Routern hintereinander.

Zum Problem: Wenn sich jetzt ein WLAN-Client am letzten AP anmeldet und seine Bandbreitenbegrenzung von zum Beispiel 1024/128 kbit/s zugewiesen bekommt, dann kommen aber effektiv beim Surfen am weit entfernten DSL-Gateway nicht mehr 1024/128 sondern entsprechend weniger, zum Beispiel nur noch 900/100 kbit/s an.

Ich möchte meine Netze aber auch nicht so ändern, dass die Geschwindigkeiten per Firewall je WLAN-Client am DSL-Gateway geregelt werden, da dies die CPU des schon mächtig gestressten 1722 (3 x DSL-16.000 + 3 x PPTP-Tunnel) überlasten würde.

Meine Frage: Wie kann ich erzielen, dass bei jedem WLAN-Client nach x Zwischen-Routern auch wirklich noch die vertragliche Bandbreite ankommt? Gibt es eine Formel, wie ich den Verlust je Zwischen-Router berechnen kann?

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass da gar keinen "Verlust" geben darf???!!!

Viele Grüße
Stefan

_________________
7100VPN, mehrfach: 1722, 1711, 1721, 1823, R800+, ES-2126, 1811, 322agn, 321agn, 315agn, 310agn, L-54dual, L-54a(g), PS-Option, 7011, 821, 3050, 3850, IL-2, IL-11
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Verfasst am: Nach oben

alf29
Moderator


Anmeldungsdatum: 07.11.2004
Beiträge: 4500
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: Mo 21 Jun, 2010 11:26 Antworten mit ZitatNach oben

Moin,

es gibt keinen Verlust, aber - wie überall - etwas Overhead.
Die am WLAN konfigurierten Bandbreitenlimits beziehen
sich auf die Größe, die Pakete im WLAN haben. Die diversen
Protokollschichten fordern ihren Tribut:

- 1460 Bytes TCP-Nutzdaten
- 20 Byte TCP-Header
- 20 Byte IP-Header
- 8 Bytes LLC/SNAP-Header
- zwischen 24 und 40 Byte WLAN-Header

Das gilt für eine 'einfache' WLAN-Verbindung, Dinge wie
PPTP-Tunnel kommen nochmal extra dazu.

Gruß Alfred
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stefanbunzel



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 593
Wohnort: Jauernick-Buschbach bei Görlitz

BeitragVerfasst am: Mo 21 Jun, 2010 13:24 Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Alfred,

hmmm, PPTP-Tunnel habe ich keine im WLAN.

Demnach kommen bei jedem Router noch einmal 20 + 20 + 8 + bis 40 Byte = 88 Byte hinzu? Und bei 7 "Zwischenroutern" macht das dann also 7 x 88 = 616 Byte? Kann man das so rechnen?

Aber das stimmt ja dann so nicht, da die WLAN-Pakete ja dann zu groß und somit vom Router geteilt werden - oder?

Wenn dem so ist, müsste ich ja je zusätzlichem Zwischenrouter mit immer kleiner werdenden Paketgrößen arbeiten, um die Teilung von Paketen und somit wiederum zusätzlichen Overhead zu vermeiden. Ist das richtig und sinnvoll?

Stefan

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alf29
Moderator


Anmeldungsdatum: 07.11.2004
Beiträge: 4500
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: Mo 21 Jun, 2010 14:40 Antworten mit ZitatNach oben

Moin,

Zitat:
Demnach kommen bei jedem Router noch einmal 20 + 20 + 8 + bis 40 Byte = 88 Byte hinzu? Und bei 7 "Zwischenroutern" macht das dann also 7 x 88 = 616 Byte? Kann man das so rechnen?


Nein, hier ging es nur um den Overhead, der an der WLAN-
Schnittstelle hinzukommt - der tritt nur einmal auf. An
einem 'einfachen' Router, der IP-Pakete weiterleitet (egal
ob maskierend oder nicht), tritt kein weiterer Overhead auf.
Das wäre erst der Fall, wenn die Pakete irgendwo auf
dem Weg noch in PPPoE oder PPTP eingepackt werden.

Zitat:
Aber das stimmt ja dann so nicht, da die WLAN-Pakete ja dann zu groß und somit vom Router geteilt werden - oder?


Ein WLAN hat aus der Sicht des IP-Stacks eine genauso
große MTU wie ein Ethernet - daß ein WLAN-Frame einen
größeren Header hat, stört nicht weiter, denn im WLAN
sind deutlich größere Pakete erlaubt (bis 2304 Bytes) als
auf einem Ethernet (1522, wenn man ein VLAN-Tag
zuläßt) - damit wären noch viel größere IP-MTUs möglich
als bei einem Ethernet (da ist man ja auf 1500 beschränkt),
aber das wird selten benutzt, weil sich so große Pakete
nicht mehr auf ein Ethernet bridgen ließen.

Gruß Alfred
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stefanbunzel



Anmeldungsdatum: 03.02.2006
Beiträge: 593
Wohnort: Jauernick-Buschbach bei Görlitz

BeitragVerfasst am: Di 22 Jun, 2010 11:20 Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Alfred,

das klingt verständlich - verstehen tu ich's trotzdem nicht richtig. Macht aber auch nichts Smile

Aber noch einmal zu meiner eigentlichen Frage: Nach deiner Erklärung dürfte es ja demnach nicht im WLAN zu einer effektiven bzw. merkbaren Geschwindigkeitsreduzierung zwischen DSL-Gateway und HotSpot mit mehreren Routern dazwischen kommen... Und warum tritt diese Reduzierung dann trotzdem auf?

Aunders herum gefragt: Um welchen Betrag (in kbit/s) müsste ich den Wert in der WLAN-Stationstabelle erhöhen, um evtl. zusätzlichen Overhead je Router zu berücksichtigen?

(Ich hoffe, ich nerve nicht mit meinen unfachmännischen Problemen...)

Stefan

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alf29
Moderator


Anmeldungsdatum: 07.11.2004
Beiträge: 4500
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: Di 22 Jun, 2010 12:29 Antworten mit ZitatNach oben

Moin,

Zitat:
Aber noch einmal zu meiner eigentlichen Frage: Nach deiner Erklärung dürfte es ja demnach nicht im WLAN zu einer effektiven bzw. merkbaren Geschwindigkeitsreduzierung zwischen DSL-Gateway und HotSpot mit mehreren Routern dazwischen kommen... Und
warum tritt diese Reduzierung dann trotzdem auf?


Durch je mehr Router die Pakete laufen, desto höher wird
die Round-Trip-Zeit der gesamten Verbindung. Je nach
'Qualität' der TCP-Implementierung beeinflußt so etwas
natürlich die Datenrate...

Gruß Alfred
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