Blitzschutzmodule, sinnvoll ?

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Pengiun
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Blitzschutzmodule, sinnvoll ?

Beitrag von Pengiun »

Hallo,

ich will demnächst 2 60er Wimo Spiegel für Wlan verbauen sowie 2*die PA-5000 Planarantenne von denen.

Was ist denn da in Bezug auf Blitzschutz zu empfehlen?

Ein Spiegel kommt konventionell auf einen Balkon - wird dort unter einem Vordach montiert. Eine Pa-5000 hängt seitlich am Haus dran. Und der zweite Spiegel hängt zusammen mit einem OAP und dem zweiten PA-5000 an einem Mast der ebenfalls seitlich an eine Hauswand montiert ist - ist eine abgesägte Strassenlaterne;=)

In allen 3 Fällen noch mehr als 4 Meter bis zur Oberkannte Dach.

Der OPA ist Stand-Allone also nur mit den 2 Antennen bestückt - da hängt sogesehen kein LAN dran.

Ist ein Blitzschutz hier sinnvoll oder absolut rausgeschmissenes Geld plus extra Dämpfung?

Mein Gedanke war einfach - da wo ein Lan dran hängt habe ich ja definitiv keine Auf-dem-Dach Montage - ich bin eher schon im Innenraum. Oder ist ein BM-Modul trotzdem sinnvoll?

Einen Volltreffer stecken die Dinger ja eh nicht weg.
Pengiun
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REPTILE
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Beitrag von REPTILE »

so nen blitzschutz kostet ja nicht die welt.... den sollte man schon rein machen, vorallem versicherungs technich... sonst zahlt die nämlich nicht....

in den praxis kommt es sehr sehr sehr selten vor das ein blitz einschlägt, hatten wir noch nie....
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langewiesche
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Beitrag von langewiesche »

und wenn er einschlaegt wird ehh nur die haustechnik geschuetzt ....
Der Router und die Antenne sind dann ehh was fuer die versicherung
Aber halt nichts weiter und kein feuer ... :)
darum ist ein blitzschutz wichtig ... naturlich nur wenn er auch gute masse/erde hat. es wirkt als gut gegen die induktionspannung
Es gruesst Lars
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Zwischen einen NAT-Router hinter einen Nat-Router und vor einen NAT-Router passt immer noch ein NAT-Router
Pengiun
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Beitrag von Pengiun »

Hallo,

also wie jetzt? ;=)


Also Gewitter gibt es bei uns oft und heftig, Region Bodensee / Süd-Deutschland.

Ein Direkt-Treffer ist sicher selten, aber Überspannung ist ein häufig auftretendes Problem. Nach jedem Gewitter freut sich unser TK-Anlagen Lieferant;=) Ist halt ländliche Gegen und da ist noch nicht alles unter der Erde verschwunden.

Ich stell mir nur die Frage der Sinnhaftigkeit, da keine der Antennen auf dem Dach sondern darunter teilweise unter dem Dachvorsprung installiert werden. Bei einem Direkteinschlag kommt es auf den AP und die Antenne eh nicht an. Und das BSM-Modul wird das wohl nicht verhindern.

Ein Blitzableiter ist zwar vorhanden, aber der Hauseingang in Bezug auf Strom ist nicht extra gesichert. Spannungsschwankungen sind vorhanden, daher hängt fast alles an USV´s

So wie ich die Überspannungschäden kenne, kommt das meistens über die Telefonleitung oder über den Netzstecker.

In div. Literatur liest man ja immer wieder dass die Module rausgeschmissenes Geld sind wenn die Antennen nicht oben auf dem Dach direkt montiert sind.
Pengiun
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langewiesche
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Beitrag von langewiesche »

du wist die ehh kaufen muessen ich glaube in einer vorschrift steht das bei antennen drin (egal ob wlan oder tv) ... es gibt so ein gitternetzplan fuer gebaude wo alles genau festgehalten ist was wo sein darf ... ich bin da aber nicht so firm drin. mit massen rund um das haus ... wegen versicherung und so ..
Es gruesst Lars
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stbirkma
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Beitrag von stbirkma »

Wie sieht das ganze eigentlich aus wenn ich meinen AP über POE mit Strom versorge ca. 20 m Kabel, dient hier nicht eigentlich das Kabel schon als Blitzschutz, da dieses dünne Kabel doch eigentlich bei einer so hohen Spannung diese nicht bis zur Strom Einspeisung bringt.

Wie seht ihr das?
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gunter22
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Beitrag von gunter22 »

Leider nicht ganz zu Ende gedacht ;)

Die 20 Meter sind eine wunderbare Induktionsschleife, und da bei einem Blitzeinschlag die Feldstärken furchtbar hoch sind, wird eine sehr hohe Spannung in deine Leitung induziert.... :roll:

Also, wenn Du in einem gefährdeten Gebiet bist, hilft es dir nicht. Wir arbeiten immer nach dem Prinzip:
1. Grobschutz am Hausanschluss
2. Mittelschutz in der Verteilung
3. Feinschutz am Gerät (oder gerätenah)


Glückauf!
Gunter
Unterwegs mit LANCOM 1781 VA 8.84.0166
T-DSL 6000 von Telekom und 100 MB von Unity
wolfgang-12
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Re: Blitzschutzmodule, sinnvoll ?

Beitrag von wolfgang-12 »

Hallo
gunter22 hat geschrieben:Wir arbeiten immer nach dem Prinzip:
1. Grobschutz am Hausanschluss
2. Mittelschutz in der Verteilung
3. Feinschutz am Gerät (oder gerätenah)
"Wir" ist gut, das ist die Vorgabe nach VDE ...
Pengiun hat geschrieben:Ist ein Blitzschutz hier sinnvoll oder absolut rausgeschmissenes Geld plus extra Dämpfung?
Ein Blitzschutz beginnt mit der Frage nach dem eventuellen Schaden. Man wird hier anders vorgehen, wenn man ggf. nur eine verdampfte Antenne nebst Kabel und Empfänger ersetzen muss oder wenn dahinter dann ein Vermögensschaden steht von 100.000 Euro pro Tag in Form eines wie auch immer definierten Verdienstausfalls. Denn einen Blitz verhindern können wird man nie, man wird nur die Folgen ggf. günstig oder weniger günstig zu mangagen haben.

Die verschiedenen Schutzarten wie oben genannt gibt es auch bei Antennen und sind dort mehr oder weniger umfangreich resp. komplex. Ist ein Gerät zum Beispiel nur mit dem Feinschutz abgesichert, dann kommen die heftigeren Blitze eben durch. Sie sind seltener, also die Wahrscheinlichkeit eines Schadensereignisses ist seltner, aber es kann trotzdem passieren. Der sicherste Schutz, also der vor den energiereichsten Blitzen ist der Grobschutz und auch dort kann ein Blitz nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch durchkommen. Nur ist es so, dass ab einer bestimmten Blitzenergie ohnehin nichts mehr hilft. Dann hilft nur noch die Abwicklung des Schadens.

Also:
1. Bestandsaufnahme machen: Welche Folgen hat ein Blitschutz bis zur Reparatur einschließlich aller Vermögensschäden.
2. Fachmann aufsuchen und ein Konzept erstellen lassen.

Herzliche Grüße
Wolfgang
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