ich habe gestern neue "Spielzeuge" zum Testen bekommen: 2 x LX-6402.
Diese APs sind unfassbar "zickig" was die Themen PoE+ und LACP angeht. Von drei getesten Switches (Aruba, Cisco, Juniper) funktioniert es nur auf einem ohne Probleme (Juniper). Auf dem Cisco bekommt der AP trotz korrkter PoE+-Einstellung des Switches nur "normales" PoE (also ca. 15 Watt) und schaltet damit das zweite ETH-Interface ab, also kein LACP möglich. Auf dem Aruba-Switch funktioniert es mit dem PoE+ zwar normal, aber der LACP-Status auf dem AP zeigt mir "degraded" an, obwohl beide Interfaces "UP" sind und der Aruba-Switch im LACP-Status korrekt "UP" beim LACP-Bundle meldet.
Mit den alten LCOS-APs hatte ich noch nie Probleme bezüglich PoE+ und LACP, da lief immer alles reibungslos an Switches aller Hersteller.
Ich weiß jetzt auch nicht, ob es speziell ein Problem der LX-6402 ist (die ja von Compex gefertigt werden) oder ob es ein generelles LCOS LX-Problem ist. Ich müsste theoretisch mal mit einem LX-6212 gegentesten, der ist ja komplett eigen entwickelt und von RAFI Eltec gefertigt. Vielleicht hat der andere Hardware verbaut, die das Problem nicht hat.
Auf jeden Fall macht sich gerade Ernüchterung breit. Ich war immer ein großer Fan der LCOS-APs und habe die LX-APs eher kritisch gesehen. Nun gibt es keine Alternativen mehr und man muss zwingend auf LX gehen. Aber irgendwie scheint mir die Stabilität und Interoperabilität noch immer nicht dieselbe zu sein wie beim klassischen LCOS.
Kennt jemand diese Problematik und kann Tipps oder Hilfestellung geben?
Viele Grüße und danke
fildercom
EDIT: Das Log des Cisco-Switches ist unauffällig:
Code: Alles auswählen
May 5 16:55:26.500: %ILPOWER-7-DETECT: Interface Gi1/0/1: Power Device detected: IEEE PD
May 5 16:55:27.220: %ILPOWER-5-POWER_GRANTED: Interface Gi1/0/1: Power granted