Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

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Koppelfeld
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Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Koppelfeld » 19 Mai 2018, 10:21

Hallo zusammen !
Ein Kunde betreibt etwa ein Dutzend "IAP-54", die scheinen sich auch bewährt zu haben.
Die Leistung ist auch o.K. -- es werden Barcodescanner und Drucker daran betrieben.
Was den Kunden aber verständlicherweise stört: Die Endgeräte "kleben" an dem AP fest, an dem sie sich eingebucht haben, auch wenn sie sich längst in unmittelbarer Nähe eines anderen AP befinden.
Hier haben mir Jirka und cpuprofi erklärt (WLAN ist für mich Voodoo-Zauber und ich habe eh' bloß Lokführer gelernt): "Ein Controller 'sieht', daß ein anderer Access Point in der Nähe ist und kickt das Endgerät aus, sodaß es sich neu assoziieren muß".
User alf29, speziell im Bereich WLAN wohl hier die Top-Quelle (auch von der Würzung der Artikel) hat das noch weiter ausdifferenziert, mittlerweile gebe es "fast roaming" und außerdem, je nach Temperament des Endgerätes, würde permanent in zeitlichen Abständen nach einem Alternativ-AP gesucht.

What's-o-ever:
Intermec-Scanner und Zebra-Drucker haben bestimmt keine Multiscan-Engine und suchen auch nicht alle halbe Stunde, ob vielleicht gerade ein Flugplatz aufgemacht hat (kein Witz).

Kann ich dem Kunden mit einem WLAN-Controller helfen ?

Problem 1: Der höchstmögliche Firmwarestand für die IAP-54 ist 8.62.
Gab es da schon WLAN-Controller ?

Problem 2: Der Kunde hat einen aktuellen LANCOM-Router, 1781-EF. Mit aktueller Firmware.
Wenn ich hierfür die WLC-Option zubuche, kann dann die "neue" Firmware (9.24) mit den alten Access Points umgehen ?

Mir gefällt, rein vom Bauchgefühl, die Verquickung von Internetzugang und WLAN-Controller nicht.

Also ergeben sich zwei Möglichkeiten:

1. Wir kaufen einen zusätzlichen WLAN-Controller.

2. Wir nehmen einen LANCOM vRouter!
Eine Hyper-V - Maschine hat der Kunde vor Ort.
Der vRouter würde sich nur mit den APs beschäftigen müssen.
Die APs würde ich so konfigurieren, daß alle VLANs direkt dort
anliegen, sodaß kein "Cappy-Wappy" - Tunnel (heißt so ähnlich)
benötigt wird, denn die Performance der vNICs ist ja unterir-
disch. Genau wie die der "virtuellen Switches". Warum gucken
die Hersteller nicht bei IBM ab, wie man sowas richtig macht ?

Bei diesem Kunden darf ich nicht "auf die Nase fallen", die sind so
dermaßen borniert, daß sie die Qualität einer Dienstleistung daran
messen, wie schnell eine Lösung vorgeschlagen und installiert ist.
Deswegen klappt dort auch nix und der Leib- und Magenlieferant
ist Schlechtle.

Also möchte ich auf bereits gemachte Erfahrungen zurückgreifen:

- Ist ein WLC im beschriebenen Szenario überhaupt sinnvoll ?
- Sollte ich einen "altersgleichen" Controller bei Ebay schießen
oder kann ich einen "neuen" nutzen,
- evtl. wirrtualisiert ?

Vielen Dank für Tips.

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Jirka
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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Jirka » 20 Mai 2018, 10:54

Hallo Koppelfeld,
Koppelfeld hat geschrieben:Hier haben mir Jirka und cpuprofi erklärt (WLAN ist für mich Voodoo-Zauber und ich habe eh' bloß Lokführer gelernt): "Ein Controller 'sieht', daß ein anderer Access Point in der Nähe ist und kickt das Endgerät aus, sodaß es sich neu assoziieren muß".
nun ja, so ungefähr. Der Controller sieht durch seine APs, die ihm regelmäßig berichten, dass ein anderer AP den Client mit einer viel höheren Signalstärke sieht und von daher hier, in Verbindung mit anderen Kriterien, wie Auslastung/Durchsatz, ein sinnvollerer Betrieb des Clients möglich wäre. Und dann wird, wenn möglich, der Client rübergeschubst.
Koppelfeld hat geschrieben:mittlerweile gebe es "fast roaming"
Fast Roaming ist erst mal nur eine Beschleunigung des Roamings, wie man es für zeitkritische Anwendungen wie VoIP oder ähnliches (wie einem blöden Gastrofix-System) benötigt. Der Sinn dahinter ist einfach eine Beschleunigung der Aushandlung der WPA2-Verhandlungen, damit der Client möglichst schnell wieder verbunden ist. Für eine Lagerhaltung mit Barcodescannern und Druckern brauch man im Allgemeinen kein Fast Roaming. Dazu kommt, ich kenne aber die Barcode-Scanner nicht, dass ein Großteil der Geräte gar kein Fast Roaming kann. Im praktischen Einsatz läuft das dann immer auf zwei SSIDs raus, eine mit Fast Roaming, eine ohne.
Koppelfeld hat geschrieben:und außerdem, je nach Temperament des Endgerätes, würde permanent in zeitlichen Abständen nach einem Alternativ-AP gesucht.
Der WLC macht eigentlich keine Pausen. Aber davon abgesehen gibt es, wie ja schon erwähnt, auch Clients, die lassen sich nicht schubsen.
Koppelfeld hat geschrieben:Kann ich dem Kunden mit einem WLAN-Controller helfen?
Im Normalfall ja. Neben der Optimierung des WLAN-Netzes geht es bei einem WLC aber auch um Arbeitsersparnis und die Sicherstellung, dass alle APs genau die Konfig haben, die man vorgesehen hat. Es soll also auch verhindert werden, dass APs, die das gleiche tun, weil jemand was übersehen hat, eine unterschiedliche Konfig haben. Dazu kommen Sachen wie Kanaloptimierung und Scripting, so dass man einfach APs hinzufügen oder austauschen kann. Man hat eigentlich nur noch die Konfigs des Controllers, um die APs kümmert man sich eigentlich gar nicht (selbst das Monitoring der APs läuft im einfachsten Fall über den Controller).
Koppelfeld hat geschrieben:Problem 1: Der höchstmögliche Firmwarestand für die IAP-54 ist 8.62. Gab es da schon WLAN-Controller?
Glaube mit der 7.20 kamen die, das ist echt schon ein paar Jahr her, von daher ist die 8.62 natürlich WLC-fähig...
Koppelfeld hat geschrieben:Problem 2: Der Kunde hat einen aktuellen LANCOM-Router, 1781-EF. Mit aktueller Firmware.
Was ist bei Dir aktuell? Bei LANCOM wollen die meisten nichts mehr von der 9.24 wissen oder da ggf. noch was dran machen. Da kann man also nicht von aktuell sprechen.
Koppelfeld hat geschrieben:Wenn ich hierfür die WLC-Option zubuche, kann dann die "neue" Firmware (9.24) mit den alten Access Points umgehen?
Koppelfeld, Du hast doch eigentlich letztes Jahr gelesen wie LANCOM Geräte abkündigt und was dann passiert. Da entsetzen mich echt Deine Ideen, in einen Router, der performancemäßig schon in wenigen Monaten nicht mehr mithalten kann und der abgeschrieben ist, noch so viel Kohle für eine WLC-Basic und WLC+6-Option, also zusammen fast ein Tausender, jedenfalls für den Kunden, investieren zu wollen!
Koppelfeld hat geschrieben:Mir gefällt, rein vom Bauchgefühl, die Verquickung von Internetzugang und WLAN-Controller nicht.
Das ist bis zu 12 APs - Du schriebst ja von einem Dutzend oben, allerdings nicht ganz genau angegeben - und bei Beachtung von Performance (CAPWAP-Tunnel) bzw. CPU (es sollte schon die große sein) ein super Sache.
Koppelfeld hat geschrieben:1. Wir kaufen einen zusätzlichen WLAN-Controller.
Und selbst den könnte man zum Routen verwenden, wenn er performater ist als der 1781EF.
Als erstes müsste man fest machen, ob es bei max. 12 APs bleibt, oder ob es auch 15 werden könnten... Und danach richtet sich dann alles andere.
Koppelfeld hat geschrieben:2. Wir nehmen einen LANCOM vRouter!
Meiner Meinung nach rechnet sich das nicht, aber müsste man mal genau durchrechnen.

Viele Grüße,
Jirka
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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Koppelfeld » 20 Mai 2018, 12:06

Jirka hat geschrieben:
Koppelfeld hat geschrieben:Problem 2: Der Kunde hat einen aktuellen LANCOM-Router, 1781-EF. Mit aktueller Firmware.
Was ist bei Dir aktuell? Bei LANCOM wollen die meisten nichts mehr von der 9.24 wissen oder da ggf. noch was dran machen. Da kann man also nicht von aktuell sprechen.
Bei mir zählt Kundenzufriedenheit. Danach kommt die Endkundenzufriedenheit. Beises ist bei 9.24 gegeben, bei 10.x nicht.
Koppelfeld, Du hast doch eigentlich letztes Jahr gelesen wie LANCOM Geräte abkündigt und was dann passiert. Da entsetzen mich echt Deine Ideen, in einen Router, der performancemäßig schon in wenigen Monaten nicht mehr mithalten kann
WTF ? Der bringt ungefähr 60% der Leistung eines 1906. Und was heißt, "schon in wenigen Monaten nicht mehr mithalten kann ?" Kommt jetzt das JAVA-Runtime für LCOS? Cloud-Integration ? Oh, shit, hatten wir schon. BLOCKCHAIN ?
und der abgeschrieben ist
Zwei Dinge wollen Menschen mit IQ jenseits der 140 nicht verstehen: 1. Mehrwertsteuer, 2. AfA.
Ich habe hier prima Schraubenschlüssel von Gedore, die sind seit 1986 abgeschrieben -- werden aber nach wie vor fleißig genutzt und sind besser als das, was Du heutzutage im Fachhandel bekommst.
, noch so viel Kohle für eine WLC-Basic und WLC+6-Option, also zusammen fast ein Tausender, jedenfalls für den Kunden, investieren zu wollen!
OHA. Ich dachte, die Kosten für die Opition lägen im Bereich derer für den VCM.
Koppelfeld hat geschrieben:Mir gefällt, rein vom Bauchgefühl, die Verquickung von Internetzugang und WLAN-Controller nicht.
Das ist bis zu 12 APs - Du schriebst ja von einem Dutzend oben, allerdings nicht ganz genau angegeben - und bei Beachtung von Performance (CAPWAP-Tunnel) bzw. CPU (es sollte schon die große sein) ein super Sache.
Bloß: Was hat "WLAN" mit "Internetzugang" zu tun? Ich müßte das VLAN "BDE/MDE" jetzt extra an den Router führen. Und wenn es wieder einmal gewittert, ist nicht nur der Router gegrillt, sondern auch die WLC-Optionen sind verloren (wir hatten jetzt eine unerfreuliche Unwetterserie mit reichlich Kollateralschäden).
Koppelfeld hat geschrieben:1. Wir kaufen einen zusätzlichen WLAN-Controller.
Und selbst den könnte man zum Routen verwenden, wenn er performater ist als der 1781EF.
Als erstes müsste man fest machen, ob es bei max. 12 APs bleibt, oder ob es auch 15 werden könnten... Und danach richtet sich dann alles andere.
12 ist das absolute Maximum. Der Chef, großer Fachkenner, hat das Roaming-Problem dadurch lösen wollen, daß er die Anzahl der APs unnötig erhöht hat -- eine Super-Idee bei gerade einmal drei überlappungsfrei nutzbaren Kanälen. Naja, er hat ja auch für drei DECT-Telephone im Betrieb drei unabhängige Basisstationen nebeneinander aufgestellt. Jeweils mit Analoganschluß.
Koppelfeld hat geschrieben:2. Wir nehmen einen LANCOM vRouter!
Meiner Meinung nach rechnet sich das nicht, aber müsste man mal genau durchrechnen.
Mir sind die Steckernetzteil-Parasiten im Serverschrank soooooo verhaßt ...

Danke erstmal für Deine Einschätzung.

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von 5624 » 20 Mai 2018, 22:56

Es kann sein, dass das Vorhaben nicht funktioniert, da man für das Verschieben unwilliger Clients Client Steering braucht und dieses kam meines Wissens nach erst viel später.
LCS NC/WLAN

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Koppelfeld » 21 Mai 2018, 08:14

5624 hat geschrieben:Es kann sein, dass das Vorhaben nicht funktioniert, da man für das Verschieben unwilliger Clients Client Steering braucht und dieses kam meines Wissens nach erst viel später.
Au weia. Danke!
Kann man denn eine einfache Lösung einsetzen, etwa so:

- Eine Konfig-Datei wird individuell für jeden AP automatisch generiert und auf einem TFTP-Server abgelegt.
- Die APs starten mit DHCP und holen sich ihre Konfig via DHCP - Option 66.
- Regelmäßig werden alle APs qua SNMP um die Liste der assoziierten und sichtbaren Clients gebeten.
- Das ganze einmal kurz innerhalb eines kleinen Progrämmchens durchschütteln.
- Sehe ich zweimal hintereinander einen Client, welcher "woanders" besser erreichbar ist, kicke ich den per API 'raus.

Das habe ich, so wie beschrieben, innerhalb eines Tages realisiert und das idealerweise unter Verwendung allgemeiner Standards.

Klappt das?

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von alf29 » 22 Mai 2018, 09:20

Moin,

Du hast von Barcode-Scannern als Clients gesprochen. Da müßtest Du diese Prozedur schon ziemlich häufig machen...

Viele Grüße

Alfred
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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Koppelfeld » 22 Mai 2018, 15:28

alf29 hat geschrieben:Du hast von Barcode-Scannern als Clients gesprochen. Da müßtest Du diese Prozedur schon ziemlich häufig machen...
Das würde ja ein Cronjob für mich erledigen.
Lieber aber würde ich von Dir hören,
"Besorge Die einen WLC 4006 für die 12 IAP-54G, die Roaming-Unterstützung funktioniert auch mit diesen APs".

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von alf29 » 22 Mai 2018, 16:46

Moin,
Das würde ja ein Cronjob für mich erledigen.
Bei Barcode-Scannern denke ich an Mitarbeiter, die im Lager oder im Supermarkt herumlaufen, und da wird auch einmal in der Minute nicht oft genug sein...
Lieber aber würde ich von Dir hören,
"Besorge Die einen WLC 4006 für die 12 IAP-54G, die Roaming-Unterstützung funktioniert auch mit diesen APs".
Also wenn dann einen 4006+ (OK, Erbsenzählerei...). Aber es ist nun einmal so, daß für das Steering von Clients über den WLC in das Protokoll zwischen APs und WLC Erweiterungen eingebaut wurden, die eine 8.62 im AP nun einmal nicht haben kann...spätestens das mit der 10.20 kommende neue Client-Steering, das 11k und 11v einschließt, kann mit solchen alten Geräten nicht tun.

Viele Grüße

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von fildercom » 22 Mai 2018, 22:01

Kurze Zwischenfrage:
Kommt die 10.20 auch für die L-4xx?
Router: 2 x LANCOM 1781VA (VDSL 50 Mbit/s & ADSL2+ 16 Mbit/s); LANCOM 1781EF (LANCAPI-Srv);
Wireless: LANCOM WLC-4006+; 4 x L-452agn dual Wireless;
Switches: 2 x LANCOM GS-2326; 1 x LANCOM GS-2310P; 3 x LANCOM GS-1108; 2 x Juniper EX2300-C-12P

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Dr.Einstein » 22 Mai 2018, 22:19

https://www.lancom-systems.de/produkte/ ... ttabellen/ hilft eigentlich weiter. L4xx sind abgekündigt, also laufen die 2 Jahre los, Juli 2018 für den L460, wird also sehr eng, wobei ich denke, dass die komplette 4xx Serie die 10.20 erhält, da ja ein Partner der Familie erst im September 2018 endet. LCOS 10.20 sollte so ~August 2018 kommen?

Gruß Dr.Einstein

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von alf29 » 23 Mai 2018, 10:08

Moin,
wobei ich denke, dass die komplette 4xx Serie die 10.20 erhält, da ja ein Partner der Familie erst im September 2018 endet.
So wie ich es bisher verstanden habe, wird das LCOS-Supportende einzeln für jedes Gerät an seinem End-of-Sale festgemacht. 1781EF und 1781AW sind ja auch prinzipiell die gleiche Plattform, der EF ist letzten Endes ein AW ohne WLAN und ohne ADSL, und trotzdem gibt's für den einen nur eine 9.24 und für den anderen ein aktuelles LCOS, eben weil der Verkauf des EF einige Jahre früher eingestellt wurde. Bei L-451, 452 und 460 liegen die EOS-Daten alle sehr eng beieinander, ich würde aber nicht versprechen wollen, daß alle drei noch eine 10.20 bekommen, wenn nur einer noch in das Release-Fenster der 10.20 paßt.

Viele Grüße

Alfred
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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Jirka » 23 Mai 2018, 16:09

Hallo Koppelfeld, hallo zusammen,
Koppelfeld hat geschrieben:Bei mir zählt Kundenzufriedenheit. Danach kommt die Endkundenzufriedenheit. Beides ist bei 9.24 gegeben, bei 10.x nicht.
in der Tat ist das Leben mit der 9.24 einfacher, denn Bugs in der 10.12 muss man erst mal aussitzen, auch wenn man sie auf dem Silbertablett serviert hat.
Koppelfeld hat geschrieben:WTF? Der bringt ungefähr 60% der Leistung eines 1906.
Du redest jetzt aber schon vom 1781EF und nicht vom 1781EF+, oder?
Also der 1781EF hat definitiv niemals 60 % der Leistung eines 1906. Ich weiß nicht, wie Du darauf kommst. Kannst Du mit konkreteren Aussagen darlegen, was Du meinst?
Koppelfeld hat geschrieben:Und was heißt, "schon in wenigen Monaten nicht mehr mithalten kann?" Kommt jetzt das JAVA-Runtime für LCOS? Cloud-Integration? Oh, shit, hatten wir schon. BLOCKCHAIN?
Es reicht doch, wenn Du auf irgendein Problem stößt. Meinst Du Dir hilft dann noch einer bei der 9.24, den Bug zu fixen?
Koppelfeld hat geschrieben:Zwei Dinge wollen Menschen mit IQ jenseits der 140 nicht verstehen: 1. Mehrwertsteuer, 2. AfA.
:)
Ich verwende das Wort "abgeschrieben" oft auch in einem nicht steuerrechtlichen Sinn. Für mich ist ein Gerät auch abgeschrieben, wenn es wertlos oder veraltet ist, also jegliche zeitliche oder finanzielle Investitionen in das Gerät sinnlos sind, weil am Ende kein Lösung bei raus kommt, die man guten Gewissens vertreten kann. https://www.duden.de/rechtschreibung/ab ... Bedeutung5
Koppelfeld hat geschrieben:Ich habe hier prima Schraubenschlüssel von Gedore, die sind seit 1986 abgeschrieben -- werden aber nach wie vor fleißig genutzt und sind besser als das, was Du heutzutage im Fachhandel bekommst.
Gewisse Sachen überdauern die Jahrzehnte echt ohne dass sie an Nutzen verlieren, ich kann das nachvollziehen.
Koppelfeld hat geschrieben:OHA. Ich dachte, die Kosten für die Option lägen im Bereich derer für den VCM.
WLC-Basic-Option 298 EUR netto HEK (399 EUR eVK netto) und WLC-AP-Upgrade+6-Option 521 EUR netto HEK (699 EUR eVK netto).
Koppelfeld hat geschrieben:Und wenn es wieder einmal gewittert, ist nicht nur der Router gegrillt, sondern auch die WLC-Optionen sind verloren (wir hatten jetzt eine unerfreuliche Unwetterserie mit reichlich Kollateralschäden).
Lass Dich bzgl. Blitzschutz mal von cpuprofi beraten, dann passiert das nicht. Ansonsten muss ich Dir Recht geben, LANCOM kennt kein Erbarmen mehr. Ein Kunde hatte eine VPN-25-Option in einen 1781VA gespielt, keine 2 Wochen später war davon nichts mehr zu sehen, Blitzschaden. LANCOM meinte nur, ist doch versichert. Dem war aber nicht so. So konnte der Kunde seine bisher noch gar nicht genutzte Option noch mal kaufen.
5624 hat geschrieben:Es kann sein, dass das Vorhaben nicht funktioniert, da man für das Verschieben unwilliger Clients Client Steering braucht und dieses kam meines Wissens nach erst viel später.
In der Tat, das kam mit der 9.00.
Koppelfeld hat geschrieben:Kann man denn eine einfache Lösung einsetzen, etwa so:
So einfach sieht mir das nicht aus... Und praktikabel schon gar nicht.
alf29 hat geschrieben:Bei L-451, 452 und 460 liegen die EOS-Daten alle sehr eng beieinander, ich würde aber nicht versprechen wollen, daß alle drei noch eine 10.20 bekommen, wenn nur einer noch in das Release-Fenster der 10.20 paßt.
Na toll, ich habe hier noch zwei L-452 original eingeschweißt... Kann ich dann ja bald entsorgen.
Und ähnliche Geräte am gleichen Ort mit verschiedenen Firmwareständen, da kommt echt Freude auf. Einiges bei LANCOM ergibt echt keinen Sinn mehr, aber was soll's...

Viele Grüße,
Jirka
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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von alf29 » 23 Mai 2018, 17:07

Moin,
Na toll, ich habe hier noch zwei L-452 original eingeschweißt... Kann ich dann ja bald entsorgen.
LANCOMs sind halt keine Weine. Vom Liegenlassen werden sie nicht besser. Ich vermute, die hast Du als Ersatzgeräte für schnellen Austausch liegen? Ich habe auch mal einen Stapel nie benutzter Asus-Mainboards im Originalkarton geschenkt bekommen. Das Systemhaus hatte sie als Ersatzteile für bei den Kunde laufende Rechner eingelagert. Aber irgendwann waren die Rechner bei den Kunden halt alle ausgemustert...

Und ja, ich mag die L-4xx auch gerne, und ich finde es besonders schade, daß sie vermutlich kein WPA3 mehr bekommen werden, denn das ist im Moment erst für die 10.30 eingeplant.

Solche Support-Zeiträume sind übrigens nicht in Stein gemeißelt, gegen Einwurf der passenden Menge kleiner Scheine gibt es auch durchaus länger Support. Wenn Du Dich nicht aufregen willst, überspringe den Rest des Absatzes: Ich weiß z.B. von einem größeren Kunden, der für seine 1781EF (ohne +) einen Software-Wartungsvertrag abgeschlossen hat und in dem Rahmen bekommt er für die wohl auch noch eine 10.12. Ist eben alles Verhandlungssache, wenn das Volumen groß genug ist. Wenn in früheren Jahrzehnten kleine (Zwischen-)Händler Probleme hatten, mit den Großen mitzuhalten, haben sie sich zu Einkaufsgenossenschaften zusammengeschlossen. Nur mal so ein schräger Gedanke von einem nicht-BWLer am Mittwochabend...
Und was heißt, "schon in wenigen Monaten nicht mehr mithalten kann?" Kommt jetzt das JAVA-Runtime für LCOS? Cloud-Integration? Oh, shit, hatten wir schon. BLOCKCHAIN?
Nein, künstliche Intelligenz, die die bisherige Konfig ersetzt und das Gerät errät einfach selber, was Du damit machen willst.

Viele Grüße

Alfred
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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von Dr.Einstein » 23 Mai 2018, 17:57

alf29 hat geschrieben:
Na toll, ich habe hier noch zwei L-452 original eingeschweißt... Kann ich dann ja bald entsorgen.
LANCOMs sind halt keine Weine. Vom Liegenlassen werden sie nicht besser.
Wieso, die Firmware reift doch beim Kunden, passt doch zum Wein ;) Spaß beiseite. Firmenstrategie, das Thema hatten wir zu genüge. Für Koppelfeld gibt es keine Lösung mit den gegebenen Mitteln. Meiner Meinung nach müsste die Beschwerde eher bei dem Barcodescanner-Hersteller gestellt werden, immerhin haben die den Wursttreiber bereitgestellt. Also entweder Scanner upgraden, oder WLAN, oder mit dem aktuellen Zustand leben.

Gruß Dr.Einstein

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Re: Aeltere Access Points mit neuem WLAN-Controller

Beitrag von fildercom » 23 Mai 2018, 19:33

alf29 hat geschrieben:Und ja, ich mag die L-4xx auch gerne, und ich finde es besonders schade, daß sie vermutlich kein WPA3 mehr bekommen werden, denn das ist im Moment erst für die 10.30 eingeplant.
Mir geht es genau so. Ich hatte hier lange die L-322agn im Einsatz und bin dann wegen Voice-over-WLAN auf die L-452 umgestiegen. Und ich bereue es keine Sekunde, durch die 3 Streams sind sowohl Ausleuchtung als auch Performance deutlich besser geworden. Ohne genaue Messungen würde ich sagen, beides ist ca. 25 % besser geworden!

Und es ärgert mich sehr, dass genau die L-4xx bereits aus dem Sortiment geflogen sind, die alten L-3xx hingegen noch immer vertrieben werden. Warum nicht umgekehrt?

Das allerschlimmste an der Sache ist aber, dass es für die L-4xx keinen adäquaten Ersatz gibt. Die einzigen 3-Stream-APs sind die 1700er und die sind bekanntlich doppelt so teuer wie die L-4xx, benötigen mehr Strom, werden heißer und haben auch noch die ac-Abschaltproblematik implementiert, was für Voice-over-WLAN ein No-Go ist!
alf29 hat geschrieben:Solche Support-Zeiträume sind übrigens nicht in Stein gemeißelt, gegen Einwurf der passenden Menge kleiner Scheine gibt es auch durchaus länger Support. Wenn Du Dich nicht aufregen willst, überspringe den Rest des Absatzes: Ich weiß z.B. von einem größeren Kunden, der für seine 1781EF (ohne +) einen Software-Wartungsvertrag abgeschlossen hat und in dem Rahmen bekommt er für die wohl auch noch eine 10.12.
Interessant. Genau so etwas hatte ich im letzten Jahr der GF in einem persönlichen Brief vorgeschlagen. Ich wäre gerne bereit, durch einen Support-Vertrag die Kosten für die Software-Entwicklung für GUTE Geräte mit zu tragen. Nun ja, ein Großkunde bin ich nicht, aber andere Hersteller wie z.B. Juniper interessiert das überhaupt nicht, wie groß man als Kunde ist, dort bekommt man (Software-)Support, so lange man dafür bezahlt und es noch genügend Gleichgesinnte gibt. Üblicherweise bekommt man dort ca. 10 Jahre Updates.
Router: 2 x LANCOM 1781VA (VDSL 50 Mbit/s & ADSL2+ 16 Mbit/s); LANCOM 1781EF (LANCAPI-Srv);
Wireless: LANCOM WLC-4006+; 4 x L-452agn dual Wireless;
Switches: 2 x LANCOM GS-2326; 1 x LANCOM GS-2310P; 3 x LANCOM GS-1108; 2 x Juniper EX2300-C-12P

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