Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP Trunk

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tom63
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Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP Trunk

Beitrag von tom63 » 17 Mai 2018, 14:27

hallo zusammen - hab leider nix gefunden was mir wirklich weiterhilft ...

hatten in unserem buero bis gestern Telekom ISDN Business Anlagenanschluss mit 0-9 Rufnummerblock. die '3' und '6' waren im amt fest weitergeleitet.
das ist jetzt offenbar nicht mehr durch die telekom moeglich seit wir dort gestern auf VOIP SIP Trunk umgestellt wurden.

was mach ich jetzt damit das wieder funktioniert??? Lancom 1781EF+(10.12.0292) und dahinter haengt eine Auerswald Basic 2(4.2M - Build 000).

nette gruesse in die runde
tom

tom63
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von tom63 » 18 Mai 2018, 20:43

habe jetzt herausgefunden dass wenn ich in der auerswald eine rufweiterleitung statt ueber netzbetreiber in der telefonanlage (2. gespraechskanal) selber mache das ganze funktioniert allerdings mit dem riesennachteil dass dann beide vorhandenen leitungen belegt sind :(

hat wirklich keiner von euch eine idee was ich machen koennte dass es aehnlich wie vorher bei der umleitung durch netzbetreiber funktioniert?

nochmal nette gruesse
tom

tom63
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von tom63 » 18 Mai 2018, 22:11

es is zum verzweifeln ... jetzt hab ich zwar offenbar die richtigen begriffe fuer mein problem gefunden 'call deflection' und 'partial rerouting' find aber trotzdem nix was mir hilft hier im forum oder ueber google ...

keiner hier der sich erbarmt mir das zu erklaeren?

Dr.Einstein
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von Dr.Einstein » 18 Mai 2018, 23:52

Hi tom63,

deine Auerswald Basic 2 hängt per ISDN am Lancom Router? Soweit ich weiß sind die alten Modelle nicht mehr Telekom SIP Trunk kompatibel, d.h. diese Anbindung ist deine einzige Lösung mit dem aktuell vorliegenden Geräten.

Folgendes Problem: Deine TK Anlage kann die externe Rufumleitung nur über das Leistungsmerkmal partielles Rerouting anstoßen (= über D-Kanal den Wunsch einer Umleitung, die im Amt reroutet wieder soll). Lancom Router haben aber (momentan) keine Implmentierung, die partielles Rerouting von ISDN erkennt und entsprechende WAN Seitige SIP Call Deflection Pakete draus baut. Dein Provider selbst unterstützt Call Deflection (= das "neue" partielle Rerouting, SIP). Also warten und hoffen, dass Lancom dieses Feature bald implementiert, Anlage erneuern auf eine SIP Trunk fähige Anlage und dort halt direkt die Umleitungen für den Provider einstellen.

Was ich noch nicht probiert habe: Wenn du im Lancom die Nebenstelle 3 und 6 anlegst, z.B. als SIP Client der einfach nicht existiert, und dort eine Rufumleitung auf dem User einrichtest, ob das dann eine externe RUL ist oder eine interne.

Gruß Dr.Einstein

tom63
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von tom63 » 19 Mai 2018, 09:58

hallo dr. einstein :)

vielen dank fuer deine hilfe!
Dr.Einstein hat geschrieben:deine Auerswald Basic 2 hängt per ISDN am Lancom Router? Soweit ich weiß sind die alten Modelle nicht mehr Telekom SIP Trunk kompatibel, d.h. diese Anbindung ist deine einzige Lösung mit dem aktuell vorliegenden Geräten.
das heisst ich kann keine entsprechende firmware fuer die auerswald finden um sie direkt als VOIP-anlage zu nutzen? ok - ehrlich gesagt hatte ich das auch nach moeglichkeit nicht vor weil ich dann das ganze gesummse in der tel.anlage haette neu einrichten muessen ...
Dr.Einstein hat geschrieben:Folgendes Problem: Deine TK Anlage kann die externe Rufumleitung nur über das Leistungsmerkmal partielles Rerouting anstoßen (= über D-Kanal den Wunsch einer Umleitung, die im Amt reroutet wieder soll). Lancom Router haben aber (momentan) keine Implmentierung, die partielles Rerouting von ISDN erkennt und entsprechende WAN Seitige SIP Call Deflection Pakete draus baut. Dein Provider selbst unterstützt Call Deflection (= das "neue" partielle Rerouting, SIP). Also warten und hoffen, dass Lancom dieses Feature bald implementiert, Anlage erneuern auf eine SIP Trunk fähige Anlage und dort halt direkt die Umleitungen für den Provider einstellen.
verstehe ich das richtig? ich wuerde also wie frueher in der tel.anlage rufumleitung ueber netzbetreiber einstellen und der lancom wuerde das dann uebersetzen und an die telkom weitergeben so dass dann der selbe effekt wie frueher erreicht wuerde eine weiterleitung ohne belegung der beiden gespraechskanaele?
Dr.Einstein hat geschrieben:Was ich noch nicht probiert habe: Wenn du im Lancom die Nebenstelle 3 und 6 anlegst, z.B. als SIP Client der einfach nicht existiert, und dort eine Rufumleitung auf dem User einrichtest, ob das dann eine externe RUL ist oder eine interne.
und das waere dann praktisch der versuch das ganze voellig allein im lancom zu erreichen? das hiesse er gibt alle durchwahlen ausser '3' und '6' an die tel.anlage weiter und macht dadurch die call deflection? wie muesste ich das im detail ausprobieren? kannst du mir das genauer bescheiben?

insgesamt find ich es echt schade dass das nicht funktioniert - genau wegen dieser von lancom beworbenen 'supereinfachen umstellung auf voip ohne die telefonanlage zu aendern' hatten wir uns die nicht ganz billigen neuen 1781EF+ gekauft. und rufweiterleitung im amt sollte ja nun ein haeufig genutzes feature sein. und genau das geht jetzt nicht :(

nette gruesse
tom

p.s. ich hatte gehofft hier (Konfiguration->Voice Call Manager->Call-Router->Call-Routen) was reinfummeln zu koennen was diese 'weiterleitung im amt' erreicht!?!

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Jirka
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von Jirka » 20 Mai 2018, 11:16

Hallo Tom,
Dr.Einstein hat geschrieben:Was ich noch nicht probiert habe: Wenn du im Lancom die Nebenstelle 3 und 6 anlegst, z.B. als SIP Client der einfach nicht existiert, und dort eine Rufumleitung auf dem User einrichtest, ob das dann eine externe RUL ist oder eine interne.
natürlich eine interne, also eine im LANCOM.

Ich habe jetzt nicht alles gelesen, habe nur noch 5 Min., aber hier wurden meiner Ansicht nach Fehler gemacht. Sowas hätte man vorher abchecken müssen, dann wäre das nicht passiert. Bei einem SIP-Trunk mit 4 Sprachkanälen und CLIP-no-screening würde man einfach im LANCOM umleiten, fertig. Bei 2 Sprachkanälen hast Du jetzt natürlich ein gewisses Problem, wenn Du gleichzeitig noch erreichbar sein willst. So wie ich das damals bei den Fax-Diskussionen mitbekommen hatte, hast Du ein Hauptbüro und eine Außenstelle. Soll denn die Anrufweiterleitung in die Außenstelle erfolgen? Oder aufs Handy? Oder noch woanders hin? Weil wenn in die Außenstelle, dann leitest Du das einfach über die VPN zwischen den Standorten direkt zum LANCOM auf der anderen Seite - fertig. Bei Umleitung zum Handy könnte man noch einen anderen Provider ins LANCOM aufnehmen, dann wäre das, wenn Du keine Handy-Flat beim SIP-Trunk gebucht hast, sogar noch günstiger. Ggf. könnte man auch drüber nachdenken, ob man den SIP-Trunk umwandeln lässt zu mehreren normalen SIP-Accounts, die ja anscheinend für Deinen Fall besser geeignet wären. Ob das geht, keine Ahnung, das weiß Dr. Einstein besser.

Viele Grüße,
Jirka
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Dr.Einstein
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von Dr.Einstein » 20 Mai 2018, 13:22

Hi Jirka,

ein SIP Call, der durch Call Deflection weitergeleitet wurde, verballert jetzt auch zwei Sprachkanäle. Man spart bei SIP Telekom aktuell lediglich die Bandbreite. Früher bei ISDN gab es auch ein Limit, je nach Anzahl der Basisanschlüsse ungefähr so, eine Zuleitung = 2 B Kanäle = 2 Anrufe, die im Hintergrund durch partielles Rerouting weitergeleitet werden konnten + 2 B Kanäle in der Firma, was dann heute bei SIP 6 Sprachkanäle wären :/

Zur Auerswald:

https://www.auerswald.de/de/developer-d ... asic2.html

keine Chance den SIP Trunk direkt zu terminieren. Ich würde das ganze über Callrouten lösen, und wenn dir die Anzeige des A Tlns wichtig ist, CLIP no Screening verwenden. Ansonsten kannst du auch die TK Anlage umstellen auf Rufumleitung intern + CLIP no Screening (wenn die das kann), damit kommt der Lancom klar, verbraucht aber dann 2 S0 Kanäle.

Gruß Dr.Einstein

tom63
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von tom63 » 20 Mai 2018, 14:18

hallo jirka, hallo dr.einstein,

vielen vielen dank euch beiden fuer die hilfe! und ja - ganz klar war das eine schlechte planung von mir. ich hatte halt unseren telekom-mann damals gefragt ob das alles so geht incl. unserer umleitungen und er hatte gesagt 'ja - kein problem - alles wie bisher'. und da hatte ich mich drauf verlassen weil ich es selber auch einfach technisch nicht besser weiss ...

ganz verstehe ich es aber noch immer nicht - deshalb nochmal die nachfragen:

1) auerswald basic 2 kann ich nur als reine isdn-anlage am lancom nutzen da sie mit dem telekom sip-trunk nicht klarkommt?
2) ob mit oder ohne call-deflection im lancom es verbraucht IMMER 2 sprachkanaele unterschiede hier nur bezueglich bandbreiten-verbrauch und angezeigter nummer?

ja - es sollen einfach zwei durchwahlen des hauptbueros auf zwei durchwahlen des nebenbueros umgeleitet werden (beide haben telekom sip-trunk und lancom 1781EF+/Auerswald Basic 2). wie ginge denn genau die von euch beiden angesprochene direktverbindung mit den lancoms ueber das vpn???

ehrlich gesagt finde ich das ganze unfassbar! nicht mal die einfachsten anforderungen lassen sich mit diesem voip-mist so einfach wie frueher darstellen. und fuer 2 weitere sprechkanaele verlangt die telekom ueber 25 euro pro monat. wir werden nicht nur von idioten regiert - offenbar haben die selben schwachkoepfe die vorstandsetagen der deutschen wirtschaft gekapert ...

der ratlose tom

Koppelfeld
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Re: Rufweiterleitung - 1781EF+ Telekom Deutschland LAN SIP T

Beitrag von Koppelfeld » 20 Mai 2018, 21:03

tom63 hat geschrieben: vielen vielen dank euch beiden fuer die hilfe! und ja - ganz klar war das eine schlechte planung von mir. ich hatte halt unseren telekom-mann damals gefragt ob das alles so geht incl. unserer umleitungen und er hatte gesagt 'ja - kein problem - alles wie bisher'.
Also, wenn ein Vertreter, mithin die niederste Lebensart dieser Welt, sagt, "Kein Problem !", dann ist allerhöchste Vorsicht geboten. Denn das ist das Pendant zum politischen "Wir schaffen das !".
und da hatte ich mich drauf verlassen
Kein Mitleid.
ehrlich gesagt finde ich das ganze unfassbar! nicht mal die einfachsten anforderungen lassen sich mit diesem voip-mist so einfach wie frueher darstellen.
Selbstverständlich läßt sich Deine Anforderung mit SIP realisieren - nur nicht mit dem Mist, den Du bestellt hast. Es gibt Provider, die "Call Transfer" unterstützen und es gibt Gateways, die dann auch eine Rufumleitung erkennen und den Transfer initiieren (Patton SmartNode).
und fuer 2 weitere sprechkanaele verlangt die telekom ueber 25 euro pro monat. wir werden nicht nur von idioten regiert -
... von den Idioten, die WIR gewählt haben. Und ja, die Bundesregierung und die BNetzA sind willfährige Erfüllungsgehilfen der Telekom. Die Farce wird nur noch übertroffen von der "DB AG".

In den 80ern steckte die "Deutsche Bundespost" in einer tiefen, selbstverschuldeten Krise. Derjenige, der die Richtlinien der bundesdeutschen Politik bestimmte, dachte nur an seine bekloppte "Wiedervereinigung". "Kommunikation", wozu sollte man das hernehmen?
SIEMENS, unter Spartenleiter Dieter von Sanden, der später rechtskräftig wegen Korruption verurteilt wurde (beeindruckend bezeichnend für das Schuldgefühl dieser Klientel war das Gezeter der Gattin von Sanden, daß man die Strafe "aus unserer Privatschatulle" habe bezahlen müssen - und nicht etwa der Konzern beigesprungen sei), hatte sich darauf spezialisiert, seinen Wettbewerb zu vernichten und aus der sprudelnden Einnahmequelle "Post" einen großen Teil für sich abzuzweigen. Der Kunde, ganz besonders der FIRMENkunde, blieb da ganz außen vor. Mitspieler Kurt Gscheidle gab den "Maître de Plaisir" und es hätte ewig so weitergehen können, wenn nicht eine Ressource arschknapp geworden wäre: Die uralten, gammeligen Hauptkabel. Eine Lösung mußte her, und selbstredend eine von SIEMENS. Das "EWS" war geboren, das "Elektronische Wählsystem". Im Bundespostministerium fiel aber keinem der mit Schmiergeld eingelullten Lakaien auf, daß die Signalübertragung bei EWS noch analog war und daher keine Adern eingespart wurden. Lediglich die Vermittlung war platzsparend und (digital-)elektronisch, sodaß die Post begann, ihre Vermittlungsstellen in den Ballungsgebieten zu verkaufen. Ein fataler Fehler, wie sich kurze Zeit zeigte: Das EWS floppte. Und zwar desaströs. Gegen den EWS-Kollaps war "BER" ein kleiner Nebenschauplatz. SIEMENS und DBP zerstörten nachhaltig die Nervenbahnen der deutschen Wirtaschaft, national wie international. Die alten Hauptkabel litten buchstäblich an Polyneuropathie.
Dem deutschen Michel war das wie immer scheißegal.
Irgendwie mußte der Milliardenflop aber vertuscht werden, und dies war die Geburtsstunde des --
NEIN, nicht des genialen HYTAS, sondern des schäbigen ISDN.
Mit anderen Worten: Die alte Mumie "Hauptkabel" blieb im Sarkophag wie Schneewittchen.
Wenigstens hatte man aber diesmal daran gedacht, ein Analogaderpärchen mehrfach zu nutzen.
Und wer wäre besser für die Umsetzung geeignet gewesen als der bewährte Partner SIEMENS ?
Es kam das heraus, was herauskommen mußte: Eine Lösung "für alles", die aber außer Telephonie so rein gar nichts konnte.

Sic stantibus rebus, und daher erzähle ich das alles, gab es damals einen handfesten technischen Grund, weshalb ein "Standardanschluß" auf zwei Nutzkanäle limitiert war. Und es gab damals handfeste Lösungen für Rufumleitungsszenarien. Wenn Du vier B-Kanäle gebucht hattest, dann konntest Du bis zu vier Rufumleitungen betreiben und dennoch standen Dir vier B-Kanäle ausgehend zur Verfügung.

Aber: Es gab überhaupt keinen Grund, beim Wechsel von "Time Division Multiplex" auf Paketvermittlung eine "maximale Anzahl von Sprachkanälen" künstlich einzuführen. Aber man hatte sich gedacht, "der dumme Deutsche läßt sich so toll verscheißern, da wären wir ja dumm, wenn wir ihn nicht zusätzlich abkochen würden". Mission accomplished !


Hattest Du wenigstens einen Zeugen dabei, als Dir der Telekom-Freundschaftswerber die Versprechungen machte ? Ich würde es einmal mit einer Klage versuchen, denn die Leistung wird ja nicht erbracht. Außerdem entspricht die vorgeschlagene Methode, eine TK-Anlage über ISDN zu koppeln, so ganz und gar nicht dem "Stand der Technik". Leider läßt sich auch immer wieder LANCOM herbei, diesen Schwachsinn zu propagieren.

Ziel einer Klage kann es sein, Deinen Anschluß eben nicht auf All-IP, sondern auf "IP-only umzustellen. Dann suchst Du dir einen Provider heraus, der Deine Anforderungen erfüllt.

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