Lancom als Vmware

in diese Rubrik kann alles rein, was mit der "Verschoenerung" eines LANCOM zu tun hat.

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Koppelfeld
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von Koppelfeld » 30 Apr 2017, 23:26

Hallo alf29,
alf29 hat geschrieben: Du hast - so habe ich das jedenfalls verstanden - das LANCOM-Produkt 'VRouter' als Aprilscherz bezeichnet, und das finde ich in dieser Allgemeinheit und Pauschalität ziemlich daneben.
Es ist alles viel schlimmer: Das Produkt _war_ ein Aprilscherz, und zwar ein echter, vom Kollegen Langewiesche.

Meine Boshaftigkeit bestand darin, zu behaupten, daß die Realität jede noch so schräge Satire ein- und überholt. Ich kann mich noch gut an die Diskussionen am Gymnasium erinnern, in denen behauptet wurde, Privatfernsehen bereichere die Kultur. Ich hielt dagegen, daß es natürlich dazu kommen würde, daß Filme gekürzt und durch Werbung zerstückelt würden. Man unterstellte mir Boshaftigkeit.
aber auch ich muß - genauso wie die die Koppelfelds und COMCARGUs dieser Welt - letzten Endes akzeptieren, daß wenn eine Firma sich innerhalb von 15 Jahren von 30 auf über 250 Mitarbeiter entwickelt hat,und vom Umsatz in gleichem Maße, deren Führung ja wohl offensichtlich nicht nur aus bornierten und unwissenden Managern besteht?
Das hat wohl auch keiner behauptet. Und auch nicht insinuieren wollen.
Für diesen VRouter gibt es einen handfesten Bedarf, sonst wäre er so nicht entwickelt worden. Vielleicht nicht in den Kreisen, in denen Du Dich bewegst, und nicht in der Form wie Du ihn haben möchtest, aber das ist dann halt so.
Welche Kreise meinst Du? Wir haben eine gewisse Spezialisierung auf IBM Mainframes und agieren häufig als Subunternehmer. Und die IBM-Kisten skalieren _wirklich_. Da ist vom Kleinstprojekt (nehme ich genau so ernst wie dicke Brocken) bis zum internationalem Infrastruktur-Rollout alles dabei. Insbesondere erlebe ich auf diversen Events, z.B. https://www-03.ibm.com/services/learnin ... 0P37549E44, regelmäßig "Koryphäen" aus dem deutschen Großprovider-Umfeld und höre mit fassungslosem Entsetzen, mit welchen Lösungsansätzen die jonglieren. Massives NFS über WAN-Strecken ist da noch einer der harmlosen Klöpse. Es mag sein, daß "gewisse Kreise" 'SDN' fordern, aber wir werden ja sehen, was passiert, wenn zwischen zwei Etagen eines ohnehin fragilen Kartenhauses eine weitere Indirektionsebene geschoben wird.

Und es gibt clevere Lösungen, die sind LANCOM dann aber ein paar Kilimeter voraus, nimm' ProfitBricks: https://www.profitbricks.de/de/ Da klickst Du dir ein ganzes RZ zusammen mit (redundantem) Storage, Netzwerk, Routern etc.. DAS ist "hyperkonvergent". Übrigens: Glückwunsch an die Marketingabteilung. Übler kann man sich nicht zum Deppen machen.
Weder hat der LANCOM-VRouter einen Linux-Unterbau, noch ist in irgendeiner Form geplant, zukünftige LANCOM-Hardware-Router mit einem Linux-Kernel laufen zu lassen.
Das beruhigt mich ungemein.
AFAIK war eine Forderung, derentwegen so ein Vrouter entwickelt wurde, daß man bestimmte 'Funktionen' wie einen WLAN-Controller einfach bei Ausfällen in ein anderes Rechenzentrum verschieben möchte.
... wo es dann nicht läuft. Das erste IBM-Betriebssystem, unter welchem ich 1980 gearbeitet habe, hieß VM und dreimal darfst Du raten, wofür "VM" stand. Und seit den 80ern höre ich die Versprechungen, man könne Anwendungen redundant und ortsunabhängig managen. Und seit den 80ern muß ich mindestens einmal im Jahr die Scherben aufkehren, die eine gecrashte "Live Partition Mobility" oder andere "Availeability Solutions" hinterlassen haben.

Ja, ich weiß, die Security-Bedenken, aber das müssen die Kunden selber wissen und wenn sie's haben wollen, dann bekommen sie es halt. So läuft das am Markt.
Nein, so läuft es nicht. Die Kunden wollten weder "Cloud" noch "Virtualisierung". Diese Trends werden den Kunden eingeredet.
Im Ergebnis hat sich der Ressourcenverbrauch des Endkunden vervielfacht und die Verfügbarkeit ist geringer geworden.


Zum Schluß noch ein "gespielter Witz" aus der schönen neuen Welt:
DNS-Störung in einem größeren Rechnenzentrum, ärgerlicherweise von mir verbockt. Ich also mit Chipkarte hinein in die Hallen, aber nach 20 Minuten hatte ich die eigentlich banale Störung noch nicht gefunden. Dumm bloß: Nach diesen zwanzig Minuten antwortete der zentrale DNS-Cluster dem Zutrittskontrollsystem nicht mehr und man kam weder hinein noch heraus, noch konnte man sich verständigen.
Da wird einem dann, mutterseelenallein inmitten von erdrückendem Lärm, unmittelbar klar, was für eine unbeherrschbare Mausefalle man sich selbst gebaut hat.

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von alf29 » 01 Mai 2017, 00:37

Zitat:
aber auch ich muß - genauso wie die die Koppelfelds und COMCARGUs dieser Welt - letzten Endes akzeptieren, daß wenn eine Firma sich innerhalb von 15 Jahren von 30 auf über 250 Mitarbeiter entwickelt hat,und vom Umsatz in gleichem Maße, deren Führung ja wohl offensichtlich nicht nur aus bornierten und unwissenden Managern besteht?

Das hat wohl auch keiner behauptet. Und auch nicht insinuieren wollen.
Mindestens einer der genannten Begriffe IST heute in einem anderen Thread gefallen.
Welche Kreise meinst Du? Wir haben eine gewisse Spezialisierung auf IBM Mainframes und agieren häufig als Subunternehmer. Und die IBM-Kisten skalieren _wirklich_.
Von irgendwelchen Wünschen in Verbindung mit IBM-Mainframes habe ich bisher nichts gehört (muß aber nichts heißen). Diese IBM-Großrechner-Szene scheint irgendwie eine Welt für sich zu sein...
Zitat:
AFAIK war eine Forderung, derentwegen so ein Vrouter entwickelt wurde, daß man bestimmte 'Funktionen' wie einen WLAN-Controller einfach bei Ausfällen in ein anderes Rechenzentrum verschieben möchte.

... wo es dann nicht läuft.
...Vorverurteilung?
Das erste IBM-Betriebssystem, unter welchem ich 1980 gearbeitet habe, hieß VM und dreimal darfst Du raten, wofür "VM" stand.
Da brauche ich nicht zu raten, als ich 1992 als Diplomand in Jülich angefangen habe, hat man mir erstmal ein 3179-Terminal vor die Nase gesetzt. Ich war dann heilfroh, als ich drei Tage später einen Account auf dem AIX-Cluster bekommen habe. Mag ja sein, daß diese IBM-Hobel superstabil und ausgereift sind, aber die Bedienkonzepte von diesem CMS waren einfach so meilenweit von allem anderen entfernt, was man bisher kennengelernt hatte, daß ich nie damit warm geworden wäre. Wäre vermutlich anders gewesen, wenn ich meine ersten Erfahrungen in den 70ern gemacht hätte, aber so war das einfach nie mein Ding...ein paar Jahre später wurde der Mainframe in Jülich abgeschaltet. Die Verwaltung bekam eine eigene kleine IBM-Kiste, wohl weil sie von ihrem SAP/R2 nicht herunterkam. Und diverse Monate fehlten in den Telefonabrechnungen die kleinen 'ü's, weil die Type an der Kette des Schnelldruckers abgebrochen war und IBM in USA wohl jemanden an die Werkbank stellen mußte, um eine nachzufeilen...heutzutage steht "Software von IBM" für mich in erster Linie für dieses Drecks-Notes, mit dem ich mich jeden Tag rumärgern darf :-(
Nein, so läuft es nicht. Die Kunden wollten weder "Cloud" noch "Virtualisierung". Diese Trends werden den Kunden eingeredet.
Ob die Projektkunden es nun aus freien Stücken wollen oder weil die von ihnen engagierten Berater es ihnen eingeredet haben, ist letzten Endes wurscht. Fakt ist, daß man ohne solche Features auf dem Datenblatt aus den Projekten rausfliegt.
DAS ist "hyperkonvergent". Übrigens: Glückwunsch an die Marketingabteilung. Übler kann man sich nicht zum Deppen machen.
Als ich dem Begriff zum ersten Mal gehört habe, habe ich allerdings auch mit den Kopf geschüttelt...
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von Koppelfeld » 01 Mai 2017, 10:43

alf29 hat geschrieben:
Welche Kreise meinst Du? Wir haben eine gewisse Spezialisierung auf IBM Mainframes und agieren häufig als Subunternehmer. Und die IBM-Kisten skalieren _wirklich_.
Von irgendwelchen Wünschen in Verbindung mit IBM-Mainframes habe ich bisher nichts gehört (muß aber nichts heißen). Diese IBM-Großrechner-Szene scheint irgendwie eine Welt für sich zu sein...
Der typische Mainframe-Kunde hat aber ein paar tausend Win-Clients. Und typischerweise gehen da Computacenta, T-Systems und Consorten ein und aus. Die drücken dann solche Superprodukte wie "Blackberry Enterprise Server", "Lotus Notes" oder "Websphere" 'rein und "erarbeiten" Konzepte für die "Digitalisierung" mit "IoT" für die "Industrie 4.0". Ich kriege es oft live mit, weil 90% der unternehmenswichtigen EDV halt auf dem richtigen Computer läuft und daher irgendwelche Schnittstellen "angeflanscht" werden müssen.
Diese Menschen sehen in der Wirrtualisierung eine sprudelnde Geldquelle, denn nachweislich hat man nach Abschluß eines Wirrtualisierungsprojektes doppelt soviel Hardware und die 8- bis 16fache Anzahl Server. Und die müssen verwaltet werden ! Ebenfalls das (redundante) SAN plus der SVC! Da kommt dann die "Anforderung" her, man müsse doch unbedingt "auch das Netzwerk durchwirrtualisieren".
AFAIK war eine Forderung, derentwegen so ein Vrouter entwickelt wurde, daß man bestimmte 'Funktionen' wie einen WLAN-Controller einfach bei Ausfällen in ein anderes Rechenzentrum verschieben möchte.
... wo es dann nicht läuft.
...Vorverurteilung?
JA! Weil es immer MENSCHEN sind, die ein solches Szenarium umsetzen müssen.


Da brauche ich nicht zu raten, als ich 1992 als Diplomand in Jülich angefangen habe, hat man mir erstmal ein 3179-Terminal vor die Nase gesetzt. Ich war dann heilfroh, als ich drei Tage später einen Account auf dem AIX-Cluster bekommen habe. Mag ja sein, daß diese IBM-Hobel superstabil und ausgereift sind, aber die Bedienkonzepte von diesem CMS waren einfach so meilenweit von allem anderen entfernt, was man bisher kennengelernt hatte, daß ich nie damit warm geworden wäre.
Die konnten aber AIX als Gast laufen lassen. Und mit AIX (1992 war ja 3.2 en vogue) hattest du ja alles, was man von einem ordentlichen UNIX erwarten konnte, ibs. LVM und Mehrprozessorfähigkeit.
Unter VM konnte man aber sehr schön CAD machen (CATIA), damals schon mit 23" - Monitoren an einem Top-Graphiksubsystem (IBM 5086), das bereits Display List - basiert war und die 3270 als "Huckepack" anbot. Damit konnte man richtig fluffig eine komplette Bodengruppe eines BMW E36 bearbeiten. Da taten sich die AIXen doch noch etwas schwer.
Ich habe den Themenkomplex erwähnt, um einmal herauszustellen, daß "Virtualisierung" keineswegs eine "Innovation" ist, sondern ein alter Hut. Und das, was x86 - Plattformen angeht, sind es auch mehrere Schritte zurück.
...heutzutage steht "Software von IBM" für mich in erster Linie für dieses Drecks-Notes, mit dem ich mich jeden Tag rumärgern darf :-(
Beileid. Beileid. Beileid.
Der Server ist ja "nur" mittelmäßig bis schlecht, wird aber in aller Regel grottenschlecht durch kenntnisbefreites Installationspersonal aufgesetzt. Ganz schlimm ist es auf IBM iSeries. Die wissen oft nicht einmal, was SMTP ist. Aber die KRÖNUNG ist der verschissene Windows-Client, seit einiger Zeit auch auf dem EKEL-IPSE Shamework basierend. Weia, weia, weia.
Nur ist die Sache klar: Da haben emsige "Unternehmensberater" garantiert Euer ganzes CRM hineinimplementiert und noch jede Menge anderen Krams, der da gar nicht hingehört und SCHWUPPS, ist die Abhängigkeit geboren. Und garantiert stellt irgendwer irgendwann den ganzen Sarotti auf "Exchange" um und dann wird es noch schlimmer.

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von alf29 » 01 Mai 2017, 11:05

Die konnten aber AIX als Gast laufen lassen. Und mit AIX (1992 war ja 3.2 en vogue) hattest du ja alles, was man von einem ordentlichen UNIX erwarten konnte, ibs. LVM und Mehrprozessorfähigkeit.
Ja, müßte so ungefähr ein 3.2 gewesen sein. Mit Mehrprozessor war aber noch nix, eher so drei Dutzend Nutzer mit X-Terminals auf einer CPU und im Default 10 MByte Disk-Quota für jeden Nutzer. Irgendwann später kam eine SP/2, da hatte ich dann aber schon eine DEC Alpha für mich alleine.
Unter VM konnte man aber sehr schön CAD machen (CATIA), damals schon mit 23" - Monitoren an einem Top-Graphiksubsystem (IBM 5086), das bereits Display List - basiert war und die 3270 als "Huckepack" anbot. Damit konnte man richtig fluffig eine komplette Bodengruppe eines BMW E36 bearbeiten.
Ja, von den Teilen stand auch eines im Terminalraum rum. Von der neueren Baureihe (die deutlich kleiner waren und bei denen IBM das Gehäuse eines PS/2 Model 80 recycelt hatte) habe ich mir ein Mainboard als Wand-Deko aufgehoben, als die Dinger in den Schrott gingen.
Beileid. Beileid. Beileid.
Danke...seit ich den (nicht mehr gepflegten) Linux-Client irgendwie zum Fliegen bekommen habe, tut's nicht mehr ganz so weh. Die Macken sind letzten Endes aber die gleichen, ist ja der gleiche Java-Code. Frustrierend an dem Teil ist, daß Bugs, die bald seit Jahrzehnten bekannt sind, einfach nicht gefixt werden. IBM steckt sich da wohl nur noch das Geld von den Kunden, die drauf fest hängen, in die Tasche und tut nix :-(
Nur ist die Sache klar: Da haben emsige "Unternehmensberater" garantiert Euer ganzes CRM hineinimplementiert und noch jede Menge anderen Krams, der da gar nicht hingehört und SCHWUPPS, ist die Abhängigkeit geboren.
Ist ein Erbteil aus der ELSA-Vergangenheit, da standen die Admins auf Notes und Novell. Wenn man die Datenbanken einmal im Notes hat, sind sie halt da drin. Zumindest was die Entwicklung angeht (Feature/Bugtracking), sind wir auf Jira gewechselt, das geht schon deutlich besser. CRM ist AFAIK noch nie unter Notes gewesen, aktuell brauch ich's nur noch für Mail und so Kleinkram wie Urlaube eintragen. Was Mail-mäßig nach Notes kommt? Microshit hoffentlich nicht. Gebt mir irgendwas, was vernünftig IMAP spricht, ich hänge dann den Mailer MEINES Vertrauens dran...

Gruß Alfred
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von Koppelfeld » 01 Mai 2017, 11:56

alf29 hat geschrieben: Ja, von den Teilen stand auch eines im Terminalraum rum. Von der neueren Baureihe (die deutlich kleiner waren und bei denen IBM das Gehäuse eines PS/2 Model 80 recycelt hatte) habe ich mir ein Mainboard als Wand-Deko aufgehoben, als die Dinger in den Schrott gingen.
Das war die Top-CLOUD - Lösung, denn weil lokale Transformationen von der 5086 erledigt werden konnten, klappte das, geroutet über SNA, auch von entfernten Standorten richtig flüssig.

Frustrierend an dem Teil ist, daß Bugs, die bald seit Jahrzehnten bekannt sind, einfach nicht gefixt werden. IBM steckt sich da wohl nur noch das Geld von den Kunden, die drauf fest hängen, in die Tasche und tut nix :-(
Genau so ist es. IBM schafft alle Produkte ab, mittlerweile sind sie bei den Servern. Treue Kunden werden in den Arsch getreten.
Daß das nicht klappt, hätte man bei "Websphere" sehen müssen.
Anstatt den Kurs um schätzungsweise 180 Grad zu drehen, macht man jetzt in "Watson".
Und IBM durfte jetzt zum 20. Mal in Folge gesunkene Umsätze und Gewinne verkünden. Nicht nur die Kunden springen ab, sondern auch die Partner.

Und das ist gut so.

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von ecox » 01 Mai 2017, 20:04

Hi,

zwischem dem ganzen Wirrwarr und Steinzeit-Technik-gequatsche(ja ok, es mag wohl seine darseinsberechtigung gehabt haben/oder immer noch hat), hier mal was sehr schönes vom Kollegen Koppelfeld :D
Koppelfeld hat geschrieben:Nein, so läuft es nicht. Die Kunden wollten weder "Cloud" noch "Virtualisierung". Diese Trends werden den Kunden eingeredet.
Im Ergebnis hat sich der Ressourcenverbrauch des Endkunden vervielfacht und die Verfügbarkeit ist geringer geworden.
:M :M :M

Ich hasse diesen Cloud-scheiß - leider kommen wir nicht drum herum -.- da leistet irgendwer ganze Cloud-Lobby-Arbeit :)

Grüße

ecox
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von COMCARGRU » 02 Mai 2017, 13:25

aber auch ich muß - genauso wie die die Koppelfelds und COMCARGUs dieser Welt - letzten Endes akzeptieren, daß wenn eine Firma sich innerhalb von 15 Jahren von 30 auf über 250 Mitarbeiter entwickelt hat,und vom Umsatz in gleichem Maße, deren Führung ja wohl offensichtlich nicht nur aus bornierten und unwissenden Managern besteht?

Hallo Alf,

das hat aber erst mal nicht direkt miteinander zu tun. Vielmehr geht es um folgendes:
- LANCOM sagt gerne: "Dafür gibt es keinen Markt"
- Nun sind viele hier (und nicht nur hier) der Meinung: "Doch der Markt ist da, sehen wir ja täglich"

Würde also LANCOM sagen: "Ja mag sein, aber LANCOM wird bzw. will diesen Markt nicht bedienen", dann wäre alles in Ordnung. Aber es wird eben wider den Erfahrungen und Erfordernissen des Auditoriums gesagt: "Dafür gibt es keinen Markt"

Ich nehme an du siehst den Unterschied? Und wenn dann selbst Jahre später oder bei anderen Themen immer wieder aufs Neue so agiert wird, dann ist das für mich Ignorant oder eben Borniert. Na klar bin ich in diesem Augenblick selbst auch borniert, ich beharre ja auch auf meiner Meinung (Erfahrung), aber scheinbar stehe ich damit ja nicht alleine, während LANCOM das nicht ohne weiteres sagen kann - weil Sorry der Markt ist ja da :roll:
Wann zum Teufel werden ALLE PCs grundsätzlich nur noch mit Hardware RAID 1 ausgestattet???

MariusP
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von MariusP » 02 Mai 2017, 16:25

Hi,
Nun sind viele hier (und nicht nur hier) der Meinung: "Doch der Markt ist da, sehen wir ja täglich"
Von welchem Feature/Markt reden wir nun? Sorry hab über die ganzen Posts verloren worum es geht.
Geht es um die Nicht-Virtualisierung?
Gruß
Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Ein Optimist, mit entäuschten Idealen, hat ein besseres Leben als ein Pessimist der sich bestätigt fühlt.

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von alf29 » 02 Mai 2017, 18:52

Moin,
Würde also LANCOM sagen: "Ja mag sein, aber LANCOM wird bzw. will diesen Markt nicht bedienen", dann wäre alles in Ordnung. Aber es wird eben wider den Erfahrungen und Erfordernissen des Auditoriums gesagt: "Dafür gibt es keinen Markt"
Ich weiß jetzt nicht, wer das in welcher Situation so gesagt hat, aber wenn ein Produkt-Manager sagt, für dieses oder jenes gäbe es keinen Markt, dann meint er nicht unbedingt damit, daß es Null Nachfrage danach gibt, sondern daß es keine Nachfrage in einem Maße gibt, daß die Sache für ihn profitabel/lohnend/lukrativ wäre. Ist letzten Endes eine Einschätzung, wieviel man aufwenden muß, um das Produkt zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, und wieviel man davon verkaufen wird. Oder auch, ob man mit den gleichen (beschränkten) Entwicklungskapazitäten etwas anderes entwickeln kann, mit dem man dann mehr verdient.

Der Entwicklungsaufwand, einen eigenen Kabelrouter von Null an hochzuziehen (vergeßt das Kabelmodem, was es zu ELSA-Zeiten mal gab, davon kann man in einem aktuellen LCOS exakt nichts wiederverwenden), ist zusammen mit den ganzen Zertifizierungen extrem hoch (ELSA durfte damals alleine bei CableLabs einen sechsstelligen Betrag für die Zertifizierung einwerfen...). Das läßt so eine Neuentwicklung extrem riskant erscheinen, insbesondere wenn man die Entwicklung auch problemlos mit anderen Themen beschäftigen kann, die mehr Gewinn versprechen. Das mag dann eine Einschätzung sein, die Du aus dem einen oder anderen Grund nicht teilst, aber die ist eben so.

Und nein, ich bezweifle auch, daß LANCOM einen Kabelrouter entwickeln würde, wenn morgen ein Projektkunde wegen 15000 Geräten anklopfen würde...

Gruß Alfred
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von fildercom » 02 Mai 2017, 19:49

alf29 hat geschrieben:Der Entwicklungsaufwand, einen eigenen Kabelrouter von Null an hochzuziehen (vergeßt das Kabelmodem, was es zu ELSA-Zeiten mal gab, davon kann man in einem aktuellen LCOS exakt nichts wiederverwenden), ist zusammen mit den ganzen Zertifizierungen extrem hoch (ELSA durfte damals alleine bei CableLabs einen sechsstelligen Betrag für die Zertifizierung einwerfen...). Das läßt so eine Neuentwicklung extrem riskant erscheinen, insbesondere wenn man die Entwicklung auch problemlos mit anderen Themen beschäftigen kann, die mehr Gewinn versprechen. Das mag dann eine Einschätzung sein, die Du aus dem einen oder anderen Grund nicht teilst, aber die ist eben so.

Und nein, ich bezweifle auch, daß LANCOM einen Kabelrouter entwickeln würde, wenn morgen ein Projektkunde wegen 15000 Geräten anklopfen würde...
Hallo Alfred,

eigentlich gehört das ja nicht hier hin sondern in das andere Thema. Deine Einwände sind soweit nachvollziehbar und sicherlich auch gerechtfertigt. Es stellt sich allerdings die Frage, ob man mit dieser "Blockade"-Politik gegenüber DOCSIS nicht über Kurz oder Lang ins Abseits gerät und vom Markt abgehängt wird. Wie im anderen Thema schon von mir ausgeführt gibt es momentan einen enormen Aufschwung bei den den Kabelzugängen, da die CuDA momentan noch nicht dieselben Bandbreiten hergibt und FTTH kaum ausgebaut wird bzw. MBfm schlichtweg unbezahlbar ist (da ist man nur selten unter 30.000 Euro PRO ANSCHLUSS dabei). Genau deshalb rennen die Leute den Kabelanbietern gerade ja fast die Türen ein. Schau dir mal die Statistiken an, das Wachstum ist enorm.

Ich habe wirklich meine Zweifel, ob es sinnvoll ist, diesen Markt vollkommen außen vor zu lassen. Man hat ja gesehen, was aus dem einstigen Weltmarktführer im Handy-Markt (Nokia) wurde, weil sie zu spät auf den Smartphone-Boom reagiert haben...

Daher nochmal der Vorschlag:
Ein zugekauftes externes Kabelmodem, welches alle von den KNBs geforderten Standards erfüllt und gleichzeitig einfach am LANCOM zu implementieren ist, würde den meisten sicherlich ausreichen. Beim DECT macht man das jetzt ja auch (obwohl ich das als sinnfrei empfinde, da man schon vorher das Gigaset DECT 150 auf dem freien Markt bekommen hat und es mit dem VCM kompatibel war).

Gruß
fildercom.
Router: 2 x LANCOM 1781VA (VDSL 100 Mbit/s & ADSL2+ 16 Mbit/s); LANCOM 1781EF (LANCAPI-Srv);
Wireless: LANCOM WLC-4006+; 4 x L-452agn dual Wireless;
Switches: 2 x LANCOM GS-2326; 1 x LANCOM GS-2310P; 3 x LANCOM GS-1108; 2 x Juniper EX2300-C-12P

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von Koppelfeld » 02 Mai 2017, 20:35

Hallo Alf29,

Ihr habt aber doch auch für die LTE-Funktionalität so zugekaufte Nüpfelchen, Micro-PCI oder was auch immer. Die gleichen Dinger sehe ich auch in Notebooks.
Sowas kriegt man nicht auch als Kabelmodem?

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von alf29 » 02 Mai 2017, 21:05

Nö, nicht daß ich wüßte. LTE (und auch WLAN) als Module gibt's ja auch nur deswegen, weil solche Module in Massen für Notebooks gebraucht werden. Kabel ist wohl eher so wie ADSL/VDSL: Du kriegst das WAN-Interface nur als Teil eines Netzwerkprozessors, weil der Hauptmarkt da eben Router sind, da will man ein möglichst hochintegriertes (und billiges) SoC haben will.

Gruß Alfred
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von Koppelfeld » 02 Mai 2017, 22:41

alf29 hat geschrieben:Kabel ist wohl eher so wie ADSL/VDSL: Du kriegst das WAN-Interface nur als Teil eines Netzwerkprozessors, weil der Hauptmarkt da eben Router sind, da will man ein möglichst hochintegriertes (und billiges) SoC haben will.
*Das* habe ich jetzt verstanden. Shit.

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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von langewiesche » 02 Mai 2017, 22:49

warten wir mal ab was der markt so bringt.
selbst die Firma mit den 3 Buchstaben und den im Kanal lebenden Nagetier im Logo hat mit dem Kabelmodem immer wieder Freude ...
Es gruesst Lars
--
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Re: Lancom als Vmware

Beitrag von fildercom » 11 Sep 2017, 13:51

Hallo zusammen,

ich hätte eine LANCOM vRouter-Lizenz vom LANupdate abzugeben (180 Tage, 10 MBit/s, 3 VPN-Kanäle und 2 x ARF).

Leider kann ich selbst damit nichts anfangen, da ich keine VMware einsetze (nur Hyper-V).

Daher würde ich die Lizenz gerne tauschen (z.B. gegen irgend eine andere LANCOM-Option). Andere Vorschläge sind aber auch gerne möglich.

Wer Interesse hat, darf sich gerne per PN bei mir melden.

Viele Grüße
fildercom.
Router: 2 x LANCOM 1781VA (VDSL 100 Mbit/s & ADSL2+ 16 Mbit/s); LANCOM 1781EF (LANCAPI-Srv);
Wireless: LANCOM WLC-4006+; 4 x L-452agn dual Wireless;
Switches: 2 x LANCOM GS-2326; 1 x LANCOM GS-2310P; 3 x LANCOM GS-1108; 2 x Juniper EX2300-C-12P

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